Edelrid Rückruf

 
Edelrid Klettergurte Turtle Vario C Rückruf Edelrid Klettergurte Turtle Vario C

Bei Klettergurte des Modells Edelrid Turtle Vario C wurde festgestellt, dass sich der Steg der 45 mm Schnalle (Schnalle mit beweglichem Mittelsteg) im Hüftgurt in Einzelfällen lösen kann. Nach einer Analyse steht fest, dass dies ausschließlich im unbelasteten Zustand des Hüftgurtes auftreten kann, d.h. nur beim An- und Ausziehen des Gurtes.

Dies betrifft nur diese Hüftgurtschnalle bei diesem Klettergurtmodell.

Edelrid bürgt für die Qualität und Sicherheit bei all seinen Produkten. Edelrid Klettergurte werden nach strengsten Prüfkriterien entwickelt und geprüft. Um jegliches Risiko für die Anwender auszuschließen, rufen wir als Hersteller von Bergsportprodukten daher vorsorglich das Produkt Turtle Vario C zur Überprüfung zurück.

Vom Rückruf betroffen sind ausschließlich die Klettergurte Turtle Vario C Gurte (Artikelnummer 71642) mit den Chargennummern „HC (0)1“ und „GC 008 2008“ bzw. „GC 009 2008“. Die Chargennummer befindet sich auf der Innenseite des Hüftgurtes bzw. ist dem Produktdatenblatt zu entnehmen.

Alle Klettergurte, die mit der Zusatzmarkierung „GC 11 09“ versehen sind, wurden von uns bereits auf diesen potentiellen Fehler hin überprüft und entsprechen unserem Qualitäts- und Sicherheitsstandard. Alle Inhaber der genannten Klettergurte werden gebeten, die Klettergurte umgehend zur kostenlosen Überprüfung an die EDELRID GmbH & Co. KG zuzusenden. Die entstandenen Kosten der Rücksendung werden von uns selbstverständlich übernommen.

Email: service@edelrid.de, Telefon: +49 (0)7562 981 – 190 (Montag bis Freitag 09.00 bis 17.00 Uhr), www.edelrid.de, EDELRID GmbH & Co. KG, Achener Weg 66, 88316 Isny, Deutschland

Edelrid Klettergurte SchnalleErgänzung des DAV zur Rückrufaktion von Edelrid

Die DAV-Sicherheitsforschung weist darauf hin, dass die betroffene 45mm breite „easy-glide-Schnalle“ der Firma AustriAlpin nicht nur im Edelridgurt Turtle Vario C verbaut wurde, sondern auch von anderen Gurtherstellern im Arbeitssicherheitsbereich bzw. bei Luftrettungsgurten verbaut ist.

Aktuell haben wir die Information erhalten, dass auch bei einem von den Luftrettern des ÖAMTC verwendeten Gurts des Herstellers „Haberkorn“ diese AustriAlpin-Schnalle versagte. Zwar ist ein Öffnen der Schnalle nur im unbelasteten Zustand wahrscheinlich, dennoch kann dies auch in absturzgefährdeten Situationen nicht ausgeschlossen werden.

Bei einer schadhaften Schnalle lässt sich der Steg wie abgebildet aus dem Rahmen herausnehmen.

Momentan liegen uns (DAV) noch keine Informationen vor, bei welchen Herstellern und Gurtmodellen diese Gurtschnallen verbaut wurden. Wir bitten daher alle Betroffenen, die sicherheitsrelevante Ausrüstung mit der beschriebenen Schnalle besitzen, zu überprüfen, ob sich der Steg aus der Rahmenschnalle herausschieben lässt (s. Abbildung).

Chris Semmel, DAV-Sicherheitsforschung (Auszug des Deutschen Alpenvereins vom 18.5.2009, www.alpenverein.de)

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